Mit technischen Innovationen neue Wege entdecken.

Blogserie zum Thema Innovationen & Unternehmertum

Innovative Energiespeicher

Speichertechnologien für erneuerbare Energien

Der Anteil von erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung steigt stetig an. Der größte Treiber für diese Steigerung ist die Reduzierung der CO2-Emissionen im Vergleich zur Stromerzeugung mit fossilen Energieträgern, wie Erdgas oder Kohle. Durch den größer werdenden Anteil der erneuerbaren Energien ergeben sich jedoch neue Herausforderungen für das Stromnetz. Die Schwankungen des Wetters, wie der Windstärke oder der Sonneneinstrahlung, beeinflussen beispielsweise die erzeugte Strommenge, wie sie z. B. durch Windräder oder Photovoltaikanlagen produziert wird, stark. Diese Volatilität der erneuerbaren Energien muss deshalb im Stromnetz aufgefangen werden, um eine konsistente Stromversorgung zu gewährleisten. Zum Erreichen einer Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern müssen die Erzeugungsspitzen der erneuerbaren Energien gespeichert, sodass in Zeiten niedriger erneuerbarer Stromerzeugung eine Rückeinspeisung ins Stromnetz erfolgen kann. Andererseits können die gespeicherten Energien auch für weitere Bereiche, wie der Wärmeversorgung, der Industrie oder dem Verkehr verwendet werden. Dadurch können in diesen Bereichen die C02-Bilanzen deutlich verbessert werden.

Eine Möglichkeit zur Speicherung der generierten elektrischen Energie sind die Power-to-X-Technologien, die wir hier beschrieben haben und mit denen Strom in Wärme oder Gase, wie Methan oder Wasserstoff, umgewandelt wird. In umgewandelter Form kann die Energie dann im Nah- oder Fernwärmenetz eingespeist werden bzw. in Gasspeichern zwischengespeichert oder ebenfalls ins Gasnetz eingespeist werden. Eine Rückverstromung durch Gaskraftwerke ist jedoch aktuell noch mit weiteren Energieverlusten verbunden. Bei der Wasserstofftechnologie, die wir bereits in unseren letzten Blogbeiträgen hinsichtlich Erzeugung und Verwendung von Wasserstoff erläutert haben, bestehen ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten den erzeugten Wasserstoff weiterzuverwenden. Diese Speichertechnologien haben aktuell einen großen Stellenwert, da sie ein großes Anwendungsspektrum erlauben. Besonders Länder mit großem Potential an erneuerbaren Energien könnten grünen Wasserstoff in großen Mengen erzeugen. Das erste Projekt der nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) führt beispielsweise die Siemens Energy AG unter dem Namen „Haru Oni“ mit weiteren Projektpartnern in Chile durch.

Viele der verkauften Photovoltaikanlagen sind bereits heute mit Batteriespeichern ausgestattet. Diese ermöglichen eine Speicherung der gewonnenen elektrischen Energie, um diese in Zeiten geringerer Stromerzeugung zu verwenden. Neben den Batterietechniken gibt es verschiedenste Ansätze erneuerbare Energien zu speichern. Beispielsweise wurde ein Pilotprojekt mit einer Kombination aus einer Windkraftanlage mit einem Pumpspeicher realisiert. Mit dem Pumpspeicher wird durch die überschüssige elektrische Energie Wasser in höhergelegene Behälter gepumpt. Sobald mehr Energie für das Stromnetz benötigt wird, fällt das Wasser in die Tiefe und treibt Turbinen an, die somit wieder elektrische Energie erzeugen, die in das Stromnetz eingespeist wird. Durch eine solche Zwischenspeichereinheit kann auch verhindert werden, dass Windkraftanlagen abgeregelt werden müssen, da der erzeugte Strom nicht abgenommen werden kann. Zudem gibt es die Überlegungen stillgelegte Bergwerke zu einem Pumpspeicher umzubauen, um möglichst hohe Fallhöhen und damit hohe Speicherkapazitäten zu ermöglichen. Eine weitere Möglichkeit ist eine Kopplung von Windkraftanlagen mit einem Windwärmespeicher. Dieser kann vor allem in den windreichen kalten Monaten neben Strom zusätzliche Wärme erzeugen. Äquivalent zum Pumpspeicher können Druckluftspeicher verwendet. In diesen wird Luft als Speichermedium komprimiert und über Turbinen rückverstromt.

Es ergeben sich also eine Vielzahl von verschiedenen Möglichkeiten, um überschüssige elektrische Energie aus erneuerbaren Energien zu speichern und weiterzuverwenden. Je nach Standort können verschiedene Lösungen sinnvoll sein, da verschiedene Aspekte berücksichtigt werden müssen. Beispielsweise: Wieviel Energie muss gespeichert werden? Kann die gespeicherte Energie wieder in das Stromnetz eingespeist werden? Gibt es geografische Vorteile, wie Höhenunterschiede, die genutzt werden können? Ziel ist es jedoch in jedem Fall eine möglichst effiziente Verwendung der erneuerbaren Energien zu realisieren. Dazu gehört einerseits die Entwicklung von neuen Technologien zur Stromerzeugung durch erneuerbare Energien aber auch Technologien für deren Speicherung und Rückverstromung.

Sind Sie im Bereich erneuerbare Energie oder Speichertechnologien tätig und wollen die Entwicklung mitgestalten?
 

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Power-to-X

Vielfältige Energieumwandlung

Im Rahmen eines Umstiegs auf erneuerbare Energien wird es immer wichtiger, Defizite in der Stromerzeugung zu überbrücken und Überschüsse abzufangen. Ein wichtiger Fokus liegt auf der Versorgung von energieintensiven Verbrauchern wie Industrie, Luftfahrt und Mobilität steht im Vordergrund.

Neben einer Speicherung des Stroms stehen mit Power-to-X eine Vielzahl von Verfahren bereit, mit denen überschüssiger Strom in chemische Energieträger, Kraftstoffe oder Rohstoffe für die Chemieindustrie umgewandelt und später genutzt werden kann. Eine Einteilung der Verfahren kann nach Verwendungszweck oder nach Energieform erfolgen.

Die einfachste Art der Umwandlung ist Power-to-Heat, mit der Strom in Wärme umgewandelt wird. Im Niedertemperaturbereich können Wärmepumpen oder Heizstäbe eingesetzt werden, im Hochtemperaturbereich wird zumeist Dampf in Elektrodenheizkesseln gewonnen. Während Wärmepumpen mehr Wärme generieren, als Strom verbraucht wird, haben elektrische Heizstäbe und Heizkessel eine Effizienz von etwas weniger als einhundert Prozent.

Unter Power-to-Liquid fällt die Erzeugung von flüssigen Energieträgern zu denen unter anderem synthetische Kraftstoffe zählen. Hierzu wird in einem ersten Schritt grüner Wasserstoff mittels Elektrolyse hergestellt. In einem weiteren Schritt werden Kohlenwasserstoffe durch die Synthese von Wasserstoff mit Kohlenstoffmonoxid gewonnen. Diese Kohlenwasserstoffe können als synthetische Kraftstoffe vor allem in Sektoren wie der Schifffahrt oder dem Luftverkehr verwendet werden. Problematisch ist ein über die Prozesskette geringer Gesamtwirkungsgrad, weshalb beispielsweisee der Einsatz in Automobilen eher kritisch gesehen wird.
Auch verflüssigte Gase aus einem Power-to-Gas Prozess werden der Kategorie Power-to-Liquid zugeordnet.

Power-to-Gas fasst die Umwandlung von Strom in Gase zusammen. Die üblichste Art der Gasgewinnung ist die Elektrolyse von Wasser, um Wasserstoff herzustellen. Dieser kann grundsätzlich im einstelligen prozentualen Anteilsbereich in das Erdgasnetz eingespeist werden. Aufgrund angeschlossener Verbraucher, wie zum Beispiel Erdgastankstellen oder Gaskraftwerken ist örtlich eine Beschränkung auf 2 Volumenprozent möglich. Damit die großen Speicherkapazitäten des Erdgasnetzes trotzdem genutzt werden können, ist eine Methanisierung des Wasserstoffs möglich. In diesem Prozess reagiert Wasserstoff mit Kohlenstoffdioxid zu Methan. Eine Einspeisung von Methan in das deutsche Erdgasnetz ist problemlos möglich und ermöglicht die Nutzung der Erdgasspeicher für überschüssige Energie (siehe auch: Beimischungsgrenzen).

Wird es in naher Zukunft möglich sein die Fluktuation der Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien mit Power-to-X Verfahren zu verwerten? Die Entwicklung der Power-to-X Technologien wird zurzeit stark vorangetrieben. Problematisch ist, dass momentan ein Betrieb lediglich mit Überschussstrom nicht rentabel ist. Eine Auslastung von 3000 bis 4000 Stunden pro Jahr ist für einen rentablen Betrieb notwendig. Die Grundvorraussetzung ist die Verfügbarkeit von kostengünstigem erneuerbaren Strom. Erst weitere Verbesserung der Power-to-Gas- und Power-to-Liquid-Technologien mittels technischer Innovationen werden einen nennenswerten Beitrag zur Klimaneutralität in diesem Sinne ermöglichen.

Sie sind in diesem Bereich tätig und wollen die Entwicklung der Technologien mittels Innovationen vorantreiben?
 

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H2 Industriezweige

Wasserstoff in der Industrie

Durch die Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland steigt die Bedeutung von klimaneutralen Energieträgern. Wasserstoff kann aus erneuerbaren Energien hergestellt werden und weist zusätzlich eine hohe Energiedichte auf. Mit der Wasserstoffstrategie der Bundesregierung soll der Einsatz und damit auch der Verbrauch von Wasserstoff weiter steigen. Wird es möglich sein bis zum Jahr 2050 kohlenstoffintensive Industrien mithilfe von Wasserstoff emissionsfrei zu gestalten?

Zurzeit werden in Deutschland jährlich etwa 55 TWh Wasserstoff verbraucht. Ein Großteil hiervon wird durch Dampfreformierung aus fossilen Energieträgern oder als Nebenprodukt in industriellen Prozessen gewonnen und gilt somit als grauer Wasserstoff. Lediglich 3,85 TWh werden durch Elektrolyse gewonnen. Insgesamt wird derzeit von einer deutlichen Steigerung des zukünftigen Bedarfs an Wasserstoff ausgegangen.

Die größten Verbraucher von Wasserstoff sind derzeit Raffinerien sowie die chemische Industrie. In Raffinerien wird Wasserstoff eingesetzt zur Entschwefelung von Kraftstoffen, sowie zur Veredelung von schweren Rückständen mittels Hydrocracking. Ein Großteil des verwendeten Wasserstoffs stammt hierbei aus internen Prozessen, lediglich 22 % werden extern bezogen.  
In der chemischen Industrie wird Wasserstoff vor allem in der Herstellung von Ammoniak und Methanol verwendet. Die Ammoniaksynthese basiert auf dem Haber-Bosch-Verfahren und nutzt als Grundstoffe Wasserstoff und Stickstoff. Das entstehende Ammoniak ist ein Zwischenprodukt zur Düngemittel- und Polyamidherstellung. Zudem wird an Möglichkeiten geforscht, den in Ammoniak enthaltenen Wasserstoff erneut zu nutzen. Damit könnte Ammoniak als klimaneutraler Energieträger in Kraftwerken, sowie modifizierten Verbrennungsmotoren, z.B. in Schiffen, zum Einsatz kommen. Derzeit entfallen 25 % des deutschen Wasserstoffverbrauchs auf die Ammoniakherstellung. Mit 20 % entfällt ein weiterer großer Teil auf die Herstellung von Methanol, welches ebenso wie Ammoniak als Energieträger eingesetzt werden kann. Hauptsächlich wird Methanol als chemischer Grundstoff verwendet.

Eine Umstellung von grauem Wasserstoff auf grünen Wasserstoff in diesen beiden Verfahren könnte einen großen Beitrag zur Klimaneutralität leisten. Weiterlesen...


H2 für alle

Wasserstoff für Privatnutzer

Der Einsatz von Wasserstoff ist sowohl im privaten Bereich als auch in der Industrie möglich. Doch wo ist der Einsatz sinnvoll? 

Mit einem Energiegehalt von circa 33 kWh/kg hat Wasserstoff ungefähr die 3-fache Energiemenge von vergleichbaren Energieträgern wie Diesel oder Benzin.  Diese Eigenschaft macht den Einsatz von Wasserstoff in Bereichen attraktiv, in denen mit einem geringen Gewicht eine hohe Energiemenge transportiert werden soll. 

Im Bereich der Mobilität steigt die Nachfrage nach emissionsarmen Alternativen zum Verbrennungsmotor. Im Fokus stehen dabei elektrische Antriebe, deren Energie entweder von einer Brennstoffzelle oder einer Batterie geliefert wird. Eine weitere Möglichkeit, die sich noch in der Erforschung befindet, ist die Nutzung von konventionellen Verbrennungsmotoren mit synthetischen Kraftstoffen, die mittels erneuerbarer Energien hergestellt werden. 

Um die Verfahren in Bezug auf ihre Effizienz zu vergleichen, können die Wirkungsgrade „Well to wheel“ betrachtet werden. Diese beschreiben den Anteil des ursprünglich eingesetzten Stroms, der final am Antrieb ankommt. Ein durchschnittliches batteriebetriebenes Elektroauto hat einen Wirkungsgrad von 69 %. Dieser setzt sich aus Übertragungsverlusten, Speicherverlusten in der Batterie sowie dem Motorwirkungsgrad zusammen. Bei Automobilen mit Brennstoffzellen-Antrieb kommen noch Verluste für Elektrolyse, Kompression und Transport, sowie die Brennstoffzelle hinzu. Nur 26 % der eingesetzten Energie kommt hierbei auf der Straße an. Noch geringer ist die Effizienz mit 13 % bei Synthetischen Kraftstoffen, bei denen neben der Herstellung vor allem die geringe Effizienz von Verbrennungsmotoren von Nachteil sind. 

Vergleichbar zu einem Auto mit Verbrennungsmotor haben Wasserstoffautos den großen Vorteil, dass der Tankvorgang nur wenige Minuten dauert. Mit einer Tankfüllung können große Entfernungen emissionsfrei zurückgelegt werden. 

Auch im Bereich der Wärmeversorgung kann Wasserstoff verwendet werden. Um bestehende Heizungen weiter zu verwenden kommt ein zweistufiger Power-to-Gas Prozess in Frage. Im ersten Schritt wird durch Elektrolyse Wasserstoff gewonnen, das in einem zweiten Schritt methanisiert wird. Das hierbei gewonnene Methan kann direkt in das Erdgasnetz eingespeist werden.

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Innovationen mit Wasserstoff

Die Wasserstoff Farbenlehre

Wenn wir von Wasserstoff reden, denken wir meist an einen klimaneutralen Energieträger, der in der Mobilität eingesetzt wird. Doch wie wird Wasserstoff eigentlich hergestellt und ist er wirklich so klimaneutral wie wir glauben?
Ein Ansatz, um die Umweltverträglichkeit von Wasserstoff zu beschreiben, ist die sogenannte Wasserstoff-Farbenlehre. Dabei erfolgt eine Klassifizierung der Umweltverträglichkeit anhand der Herstellungsweise.

Der größte Teil der Wasserstoffproduktion erfolgt aktuell in Dampfreformern. In diesen reagiert das Ausgangsmedium Erdgas unter hohen Temperaturen mit Wasser zu Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid, welches in die Atmosphäre entweicht. Der so hergestellte Wasserstoff wird aufgrund seiner Klimaschädlichkeit als Grauer Wasserstoff bezeichnet.

Eine Abwandlung dieses Verfahrens wird als Blauer Wasserstoff bezeichnet. Dabei wird das entstehende Kohlenstoffdioxid aufgefangen und anschließend gespeichert. Die Speicherung erfolgt durch das CCS (Carbon Capturing and Storage) verfahren zumeist in unterirdischen Gesteinsformationen. Gelingt die Speicherung langfristig, ist diese Art der Herstellung sowohl kostengünstig als auch klimaneutral. In der Bewertung des blauen Wasserstoffes muss jedoch die Verwendung des fossilen Energieträgers Erdgas und der Kohlenstoffdioxidproduktion in dessen Förderung und Transport berücksichtigt werden. Zudem ist das CCS Verfahren in Deutschland umstritten und wird streng reguliert.

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Erfolgreich durch die Krise navigieren

Ideen & Innovationen entstehen durch Menschen

Wir möchten eine Kolumne von Lars Vollmer aus dem Magazin "Capital" empfehlen: Warum Krisen nicht gerecht sind

Die Botschaft: "Die Krise verschärft den Wettbewerb. Der Kuchen, der verteilt werden kann, ist kleiner geworden – und gute Karten haben Unternehmen mit innovativen Ideen. (...) Wenn Sie sich umschauen, dann werden Sie bemerken: Viele Märkte liegen brach, tote Hose. Wenn aber etwas angeboten wird, was besonders ist, wenn ein Angebot einen echten substantiellen Vorteil zu bieten scheint – und sei er noch so klein –, dann greifen die Kunden zu."

"Zu keiner Zeit war es leichter, sich mit einer Innovation auf die Gewinnerseite zu katapultieren. Und zu keiner so bitter nötig."

"Ein Beispiel: Wenn Sie vor 15 Jahren in einem Café einen Cappuccino bestellt und um das WLAN-Passwort gebeten hätten, hätte der Gastwirt wahrscheinlich nur die Stirn gerunzelt und mehr oder weniger freundlich gefragt: „Was soll das? Wollen Sie nun einen Cappuccino oder nicht?“ Und Sie hätten sich vielleicht ein bisschen geschämt, einen solchen Wunsch überhaupt geäußert zu haben.

Wenn Sie das gleiche heute fragen, läuft der Wirt höchstens knallrot an und gesteht: „Wir haben gar keines.“ Ihm ist sehr wohl bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass Sie kehrt machen und ins Café nebenan gehen.

Was ich sagen will: Ein Unternehmer muss nicht deshalb etwas anbieten, weil seine Kunden es wollen. Das muss er erst tun, wenn die Wettbewerber es anbieten: Der Marktdruck stammt von den Wettbewerbern.

Das war schon immer so. Der Unterschied heute ist nur: Der Druck, den die Firmen mit den geglückten Innovationen auf alle anderen ausüben, ist besonders radikal (und auch verstärkt durch Corona, Anm.d.Red). Er ist so hoch, dass er den anderen Anbietern an die Existenz geht.

Deshalb liegt eine Frage für alle Unternehmensverantwortlichen aktuell besonders nahe: Wie kann auch uns eine Innovation glücken? In solchen Phasen haben Rezepte Hochkonjunktur: Diese entstehen so, dass ein Beobachter beschreibt, wie die Firmen, denen Innovationen geglückt sind, das angestellt haben. Und alle anderen versuchen, das Rezept nachzukochen, in der Hoffnung, dass sie damit ebenfalls eine Innovation erzeugen. Was aber in den seltensten Fällen glückt.

Die Ursache: Der Nukleus (Kern) einer Innovation ist eine Idee. Und Ideen entstehen nicht aufgrund einer Methode, sondern durch Menschen, die sich von einer Situation positiv provozieren lassen.

Wenn ich Ihnen also etwas raten darf: Setzen Sie Ihre Hoffnung nicht auf irgendwelche Methoden, auch wenn diese Ihnen noch so vollmundig angepriesen werden. Suchen Sie stattdessen nach den Menschen in Ihrem Unternehmen, die Ideen haben. Geben Sie denen den nötigen Freiraum und verschonen Sie sie davor, ihre Idee verargumentieren zu müssen. Für Ideen gibt es nämlich immer nur nachher gute Argumente, vorher ist eine Idee nur ein Gefühl."

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Danke an Lars Vollmer für den Beitrag. Den gesamten Artikel gibt es hier: "Warum Krisen nicht gerecht sind"

 

Welche Ideen gibt es in Ihrem Unternehmen?
 

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Zu neuem Mut & Eigeninitiative finden

Der Staat soll es richten?

Seit Mitte März bricht Altbekanntes aufgrund der Situation mit Corona weg und bietet uns gleichzeitig Raum für Neues. So zumindest die Theorie. Wollen wir das? Oder soll doch lieber alles so bleiben, wie es war? Das Bekannte funktioniert, wir kennen uns aus, fühlen uns sicher, alles ist gut.

Die Realität ist: Der Einzelne hat das derzeit nicht in der Hand. Also braucht es jemanden, der alles richtet, rettet, gut macht, uns ruhig weiterschlafen lässt. Ja, der Staat soll es richten; die machen das schon. Der Staat kann die Einkommen von Privatbürgern einige Zeit absichern (Kurzarbeit), die Nachfrage ankurbeln (Konjunkturpaket), strauchelnde Unternehmen und Banken auffangen (Soforthilfe). Aber ganz ehrlich: Nachhaltige, umwelt- und sozialverträgliche Wohlstandszuwächse kann er so weder detektieren noch herbei subventionieren.

Was braucht es stattdessen? Nötig wäre ein gehöriger Innovationsschub, der die Bedürfnisse der Menschen in der neuen (weltweiten) Situation bedient.

Für einen solchen Innovationsschub braucht es gerade jetzt Unternehmer. Leute, die bereit und in der Lage sind, in dieser wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich höchst unübersichtlichen Lage zu handeln und Neues auszuprobieren. Leute mit Leistungs- und Führungswillen, die den Mut haben, Dinge zu wagen, ohne zu wissen, was am Ende dabei herauskommt, die Möglichkeit des eigenen Scheiterns inbegriffen.

Im berühmten „German Mittelstand“ gibt es diese Unternehmer. Da sind wir uns sicher. Allerdings werden es immer weniger. Was kann man machen, um das zu drehen? Wir freuen uns auf Ihre Gedanken.

 

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Antrieb & Motivation für eigene Ideen

Als Unternehmer/in braucht es vor allem Leidenschaft

Was bewegt einen Unternehmer dazu, eine Innovation zum Leben zu erwecken? Ist es das viele Geld, das er damit verdienen möchte? Oder ist es die Leidenschaft für die Idee, das Produkt oder das Geschäftsmodell?

Die 26-jährige Studentin Ana Gavia hat es mit einer cleveren Idee geschafft, aus einem Investment von 180 Dollar innerhalb eines Jahres ein Millionenunternehmen zu machen. Sie sagt zu unserer Frage folgendes: „Wenn Ihr etwas mit der Absicht anfangt, viel Geld zu verdienen und es das einzige ist, das euch motiviert, dann werdet Ihr schnell weg vom Fenster sein. Ihr müsst Leidenschaft haben, um Eure Motivation langfristig aufrecht zu erhalten. Nur so werdet Ihr Erfolg haben“.

Die Leidenschaft ist also der Ausgangspunkt? Reicht das? Die Antwort gibt nochmals Ana Gavia: „Folgt Eurer Leidenschaft, seid aufmerksam und mutig, lernt viel, fügt alle Teile zusammen, schafft eine Nachfrage – und das Geld wird kommen.“

Konzentration auf die Idee, die Vision und die Bereitschaft, Opfer zu bringen sind ebenso notwendig.

Was sagen erfahrene Unternehmer dazu?

 

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Mehr denn je brauchen wir Unternehmer

Unternimmst Du schon oder managst Du noch?

Das Netzwerk für eine neue Wirtschaft intrinsify hat vor kurzem einen Podcast mit Timo Kaapke veröffentlicht. Darin geht es um die Unternehmerrolle in Krisenzeiten.

Timo Kaapke erläutert in dem Beitrag, dass die aktuelle Krise für Unternehmer eine große Chance bietet, sich auf Ihre Rolle als Unternehmer zu besinnen. Viele Unternehmer im Mittelstand bewegen sich in normalen Zeiten eher in der Manager- oder sogar der Fachkraft-Rolle. Wo liegt da der Unterschied?

Ein Unternehmer denkt in Bedürfnissen von Menschen, die noch nicht Kunde seines Unternehmens sind. Im Grunde denkt er Zukunft und attackiert damit seine eigene Firma mit dem Ziel, sie langfristig besser zu machen.

Ein Manager hingegen operiert im Hier und jetzt und sorgt dafür, dass das gemanagt wird, was gerade anliegt. Dinge, die ganz anders sind, sind außerhalb seines Auftrags. Sein Job ist es, das Bestehende optimal weiterzuentwickeln. Man könnte auch sagen, ein „echter“ Unternehmer stört mit seinen Zukunftsideen die Arbeit eines Managers, weil diese nicht sofort wertschöpfend, sondern erst mal vernichtend sind.

Viele Unternehmer im Mittelstand haben eine Doppelrolle oder sind sogar ein „Triple Agent“, wenn die Fachkraft-Rolle noch hinzukommt. Somit haben sie den Kampf in ihrer eigenen Person, wenn sie entscheiden sollen, um welche Themen sie sich gerade kümmern. Im Alltag drängelt sich das operative Tagesgeschäft meistens vor, weil dort die Not am größten ist.

Kaapke erläutert, dass vor allem die Erkenntnis über diesen Rollenmix in einer Person sehr wichtig ist. Viele Unternehmer sind sich dessen häufig nicht bewusst. Er rät dazu, sich darüber klar zu werden, wie viel Unternehmer, Manager oder Fachkraft man sein möchte und was man sich zutraut. Danach fängt man an, sein Unternehmen so zu gestalten, dass eine Entwicklung in die gewünschte Rollenkonstellation möglich wird.

Wie viel Prozent Ihrer Arbeitszeit sind Sie Unternehmer, Manager oder Fachkraft und wo möchten Sie hin?  Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung...

 

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Sind unsere alten Grundsätze noch aktuell?

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Misstrauen ist nicht förderlich für ein Vorankommen – für die Zukunft. Vertrauen in meine eigenen und die Fähigkeiten aller Mitarbeiter und ein Grundvertrauen in mein Umfeld sind der Nährboden für alles das, was die Zukunft gut werden lässt - insbesondere für Innovationen.

Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, kann man erkennen, was Vertrauen in Bewegung setzen kann. Ein Beispiel: Einem Mitglied in einem Sportverein, das sich bisher sehr zurückgehalten hat, wird die Rolle des Kassenwarts angetragen. Nach Ermutigung von allen Seiten nimmt dieses Mitglied die Aufgabe an. Nach einem Jahr erkennt man die Person und die finanzielle Situation des Vereins im positiven Sinne nicht mehr wieder. Bedingungsloses Vertrauen lässt Menschen wachsen, führt zu neuen Ideen, hoher Motivation und Produktivität.

Neben Mut ist Vertrauen die wichtigste Eigenschaft des Unternehmers. Tatsächlich werden die meisten Menschen einem entgegen gebrachten Vertrauen mit beherztem Engagement gerecht. Es werden auf einmal Fähigkeiten sichtbar, über die man nur staunen kann. Potenziale entfalten sich, die das Unternehmen und auch die Gesellschaft voranbringen.

In Unternehmen des letzten Jahrhunderts (ist noch nicht so lange her und die gibt es leider auch noch heute) sollten die Mitarbeiter ihr Gehirn am Werkstor abgeben und den Führungskräften das Denken überlassen. Damit konnte man vielleicht 50% der vorhandenen Energie dieser Menschen einsetzen. Mit Vertrauen in die Mitarbeiter und auch die Freiheit und Selbstbestimmtheit erhöht man dieses Energielevel auf 100% – ohne dass es den Unternehmer zusätzliches Geld kostet.

Wir möchten, dass man uns vertraut und man weiß, dass seine Mitmenschen sich das auch wünschen. Wie steht Ihr zu dem Thema Vertrauen im Unternehmen? Ist Kontrolle tatsächlich, wie früher angenommen, besser als Vertrauen oder ist es vielleicht umgekehrt?

 

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Was macht erfolgreiche Unternehmer aus?

Deutschland gehen die "echten Unternehmer" aus

Seit vielen Jahren lässt die Innovationsfreudigkeit deutscher Unternehmen nach. Und das obwohl Deutschland als Nation der Dichter, Denker und Erfinder und als Standort zahlreicher weltweit erfolgreicher Industrien bekannt ist. Woran liegt das?

Für Innovationen braucht es unserer Meinung nach „echte Unternehmer“. Haben wir vielleicht nicht genug davon? Was macht einen erfolgreichen Unternehmer denn aus?

Als wir uns mit dieser Frage beschäftigt haben, kam uns als erstes die Eigenschaft „Risikofreudigkeit“ in den Sinn. Ein erfolgreicher Unternehmer braucht als Grundausstattung eine Vision, an die er mit voller Überzeugung glaubt. Außerdem braucht er die dazugehörige Leidenschaft und die Bereitschaft etwas Neues wagen wollen. Damit Innovation gelingt, ist Risiko – und manchmal auch Misserfolg – unvermeidlich. Vielleicht braucht es sogar eine gewisse Form der Blauäugigkeit, um zu erwartende Widerstände überwinden zu können?

Wäre die Menschheit in ihrer Entwicklung jemals so weit gekommen, wenn es nicht in jeder Epoche Menschen gegeben hätte, die für mutige Ideen gekämpft haben? Einen echten Durchbruch kann nur derjenige erreichen, der Entscheidungen trifft, auch wenn er die Folgen noch nicht genau vorhersehen kann.

Kann es sein, dass unseren Unternehmern in Deutschland diese Eigenschaften abhandengekommen sind? Wie denken Sie darüber? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.

 

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Studie zur Innovationskraft im Mittelstand

"Je innovativer, desto wirtschaftlich erfolgreicher"

Die Bertelsmann Stiftung hat in Zusammenarbeit mit IW Consult eine repräsentative Studie zur Innovationskraft deutscher mittelständischer Unternehmen erstellt. Im folgenden Artikel werden die Studienergebnisse zusammengefasst:

"Deutsche Unternehmen bewegen sich zu häufig auf ausgetretenen Pfaden. Einer relativ kleinen Speerspitze von innovativen Unternehmen steht hierzulande eine Mehrzahl von innovationsfernen Firmen gegenüber. Rund ein Viertel der deutschen Unternehmen zeichnet sich durch Innovationsfreude und Technologieführerschaft aus. Doch in rund der Hälfte der hiesigen Firmen werden Innovationen nicht aktiv vorangetrieben. Hier fehlen vor allem Risikobereitschaft und eine Innovationskultur, die Mitarbeiter ermutigt, neue Wege zu gehen. Das zeigt ein Innovationsatlas, für den das IW Consult in unserem Auftrag die deutsche Unternehmenslandschaft in unterschiedliche innovative Milieus eingeordnet hat. Grundlage für die repräsentative Untersuchung ist eine Befragung von über 1.000 Unternehmen aus den Bereichen Industrie und industrienahen Dienstleistungen."

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Webansicht & Download der gesamten Studie

Quelle: Bertelsmann Stiftung

 

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Geschäftsführer / Innovationsberater

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