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Digitalisierung: Wo fängt man an?

Industrie 4.0

Alle sprechen von Digitalisierung. Aber wo fängt sie an, wo hört sie auf? Für jeden bedeutet sie etwas anderes. 

Im Grunde bezeichnet Digitalisierung nur die Wandlung analoger Prozesse in digitale Prozesse. Dies hat den Vorteil, dass losgelöst von physischen Strukturen und Objekten gearbeitet werden kann. Dadurch verschnellern sich Kommunikationswege, Medienbrüche werden vermieden und Informationen erhalten. Darüber hinaus hat Digitalisierung die großen Vorteile der Geschwindigkeit, der Ortsunabhängigkeit und der Flexibilität. Es existieren aber auch Sorgen: Kontakte werden unpersönlicher und Prozesse laufen automatisiert ohne das Wissen des Anwenders. Lohnt es sich also alte Strukturen zu brechen und in die Digitalisierung einzusteigen? 

Ja! Denn Digitalisierung spart zwar keine Kosten aber Zeit und erhöht damit die Produktivität von Mitarbeitern, fördert neue Ideen und erhöht die Servicequalität. Bei bleibenden Kosten verbessert sich der Output und das alleine sollte reichen, um die anfängliche Aversion gegenüber dem Neuem zu überwinden. 

Die Industrialisierung und Digitalisierung wurden zwar technisch und gesellschaftlich umgesetzt, allerdings muss jedes Unternehmen individuell einschätzen, wo es steht. Denn jedes 4. Unternehmen ist nach eigener Meinung noch immer ohne Digitalisierung und jedes 2. schätzt ihren eignen Stand als ausbaufähig ein. Um einzuschätzen, welche Schritte noch zu gehen sind und in welcher Phase sich das betrachtete Unternehmen befindet, wurde die industrielle Revolution in 4 Kern-Phasen geteilt - Industrie 1.0 bis Industrie 4.0 

Die Industrie 1.0 beschreibt den ersten Einsatz von Maschinen um 1800. Die Entwicklung führt fort von Handarbeit hin zu den ersten helfenden Maschinen in der Produktion – zum Teil mit Wasserdampf und Kohle betrieben und zum Teil mit einfacher Muskelkraft. Beispiele dieser Zeit sind die Eisenbahn, der Kohlebau und Nähmaschinen. Durch den Einsatz von Brennstoffen wurden neue Wege beschritten, die für den Menschen und seine Kraft alleine unmöglich waren. 

Die Industrie 2.0 beschreibt die Erschließung und Umsetzung von Anwendungen der neuen Maschinenkraft. Durch Fließbänder konnten Aufgaben aufgeteilt und spezialisiert werden. Es wurden Prozessketten geschaffen, eine optimale Auslastung erzeugt und Leistungsverschwendungen reduziert. Ein prominentes Beispiel ist hier Henry Ford, der die Fließbandfertigung im Automobilbereich etablierte. 

Die Industrie 3.0 beschreibt den Einsatz von IT und die Substitution von analogen Arbeitsschritten durch digitale Prozesse. Solche Prozesse sind automatisiert und können vorprogrammierte Fälle unterscheiden und entsprechende Handlungen veranlassen. Ein Prozess ist als Bahnstrecke vorstellbar. Es geht auf gerader Linie von Station zu Station, um dort anfallende Aufgaben zu verrichten. 

Die Industrie 4.0 ist die neuste und aktuellste Revolution. Diese dient als Zukunftsvision und beschreibt die Vernetzung von Maschinen untereinander. Eine solche Struktur ist als großes interaktives Netz vorstellbar, bei dem jeder Knotenpunkt mit vielen weiteren verknüpft ist und interagiert. Die menschliche Leistung wird bei erfolgreicher Installation nur noch als Administrator, Planer und Überwacher benötigt. 

Wie weit die eigene Digitalisierung ist und wie sehr es sich lohnt zu investieren, muss jedes Unternehmen für sich selbst entscheiden. Aber auch 2021 werden wieder unterstützende Förderprogramme für Beratung, Planung und Umsetzung angeboten.  

 

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