Das rosa Einhorn
und die
konaktiva

Für Kurzleser

Spring direkt zu Kapitel 2 – dort fordern wir Dich heraus:

Welche Probleme können bei dem dort vorgestellten interdisziplinären Entwicklungsvorhaben auftreten?

Sei kreativ und überzeuge uns!

Für Längerleser

Prolog

Das rosa Einhorn

An was denkst Du, wenn Du dieses Einhorn siehst?

„Tolle Farbe“? „Krasses Pferd“? „WTF?!“

Was es auch immer ist: Ziemlich sicher hast Du gerade nicht darüber nachgedacht, wie sich die Laufleistung von PKW durch den Einsatz verschleißmindernder Motorenöle erhöhen lässt. Oder wie die Materialeigenschaften von PA12 die Verfahrensparameter beim Selektiven Lasersintern beeinflussen. Oder wie Tausalze die Dauerhaftigkeit von Parkbauten reduzieren können.

Wenn Dir das Einhorn einen Wunsch erfüllen würde, was würdest Du dir wünschen? Welches Problem würdest Du gerne lösen?

Kapitel 1

Das Beispiel

Nehmen wir einmal an, dass das Problem des Klimawandels durch die Entwicklung eines einzigen Produkts gelöst werden soll. Die Konzeptionsphase (da bei diesem Thema ohnehin jeder gefragt ist und mitredet, lassen wir das an dieser Stelle spaßeshalber einfach auch mal zu) könnte in etwa so aussehen:

Umweltingenieur:
„Wenn wir schon die Umwelt retten wollen, dann muss das Produkt CO2-negativ sein.“

Geowissenschaftler:
„Als Energiequelle könnte man Wasserkraft verwenden. Oder Erdbebenenergie. Oder Magma.“

Maschinenbauer:
„Ohne Schmierstoffe und eine gescheite Programmierung kommt das Vorhaben bald zum Stocken. Außerdem soll das Produkt Räder haben. Grenzenlose Mobilität (ggf. auch autonom) ist das A und O. Natürlich braucht es auch ein Getriebe, das ist ja klar.“

Elektrotechniker:
„Eine robuste Auslegung der Regelungstechnik ist selbstverständlich grundlegend. Außerdem muss die Datenübertragung in Echtzeit stattfinden, um einen globalen Nutzen des Produkts zu ermöglichen.“

Materialwissenschaftler:
„Das Produkt muss aus neuen, vielleicht sogar hybriden Materialien bestehen.“

Bauingenieur:
„Es muss auf jeden Fall langlebig sein. Also irgendwas mit Beton und Stahlträgern.“

Luft- und Raumfahrtechniker:
„Das Produkt sollte prinzipiell auch im Weltall eingesetzt werden können.“

Kapitel 2

Der Wettbewerb

Durch (technische) Kreativität lassen sich Probleme und Herausforderungen, die bei Entwicklungen auftreten können, bereits vor deren Auftreten entdecken und beheben.

Das hier betrachtete Beispielprodukt ist ein zur Lösung des Klimawandels zu entwickelndes CO2-negatives Magma-Wasserkraft-Erdbebenenergie-getriebenes Produkt (geschmiert, gescheit programmiert und geregelt) mit Rädern und Getriebe, das aus neuen oder hybriden Materialien besteht (auch der Einsatz von Beton und Stahlträgern ist erwünscht), das Daten in Echtzeit übertragen kann, sowie für den Einsatz auf der Erde und im Weltall geeignet ist.

Welche Risiken birgt die Entwicklung? Was kann alles schiefgehen? Und was kann man dagegen unternehmen?

Schicke Deine Ideen mit dem Betreff "Wettbewerb" an: wettbewerb@joein.de

Die interessantesten und kreativsten Vorschläge präsentieren wir an unserem Stand auf der konaktiva.

Sei dabei!

Epilog

FAQ

Frage 1: Kann ich auch mehr als eine Idee einsenden?

Hau rein!

Frage 2: Wie könnten gute Antworten aussehen?

„Es könnte sein, dass das Entwicklungsziel nicht erreicht werden kann.“
So nicht. Das ist nicht technisch, zu offensichtlich und obendrein langweilig.


„Die Reduktion des CO2-Ausstoßes verlangsamt das Artensterben oder hält es sogar vollständig auf, was zu einer Überbevölkerung des Planeten und somit zu einem Kollaps des Ökosystems führt.“
Das ist kreativ, sehr gut. Allerdings ist das eine mögliche Auswirkung einer technisch einwandfrei funktionierenden Entwicklung und kein Problem, das die Entwicklung oder das Produkt an sich betrifft. Also nein. Sorry.


„Bei der Verwendung von Magma als Energiequelle kann es durch die erhöhte Temperatur zu einer Reduktion der Schmiermittelviskosität kommen, die sich durch unbekannte Temperaturschwankungen innerhalb des Magmas in unbekannter Weise auf den Reibkoeffizienten auswirkt und damit zu einem höheren Verschleiß der Maschine führen kann. Eine mögliche Lösung liegt in der hochdynamischen aktiven Kühlung des Schmiermittels in Abhängigkeit der Temperaturschwankungen des Magmas."
Das ist ein realistisches und zu erwartendes technisches Risiko. Gute Antwort.


„Beim Einsatz im Weltall kann es zu Kollisionen mit Asteroiden kommen, bei denen die Radaufhängungen der zu entwickelnden Lösung brechen können. Durch das entstehende Rissbild kann magnetisierter Sternenstaub eindringen, der die Regelungsaktorik beeinträchtigt und sich an den eingesetzten Stahlträgern anlagern kann, wodurch sich die Masse signifikant erhöht. Eine mögliche Lösung liegt in dem Einsatz eines Kettentriebs.“
Das ist ziemlich verrückt, aber wenn man ehrlich ist, könnte das tatsächlich passieren. Das ist wie das Fahren gegen den Bordstein, nur in groß. Exzellent!

konaktiva

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